Dauer der Zukunftskonferenz

Eine Zukunftskonferenz beginnt typischerweise am Vormittag des ersten Tages und endet je nach Ausgestaltung der letzten Phase (Maßnahmenplanung) zwischen 16.00 Uhr und 17.00 Uhr am zweiten Tag. Die Nacht im Verlauf der Konferenz sind wichtig, damit die Teilnehmer sowohl die umfangreichen Informationen wie auch die dadurch hervorgerufenen Gefühle "verdauen" können. Weiterhin ist es von großem Vorteil, wenn die Maßnahmenplanung am Ende der Zukunftskonferenz an einem Vormittag und nicht an einem Nachmittag stattfinden kann.



Arbeitsschritte der Zukunftskonferenz

Die Standardversion der Zukunftskonferenz besteht aus 6 Schritten und dauert 16 h verteilt auf zwei Tage. In jedem Arbeitsschritt wird ein Stück mehr gemeinsamer Grund gefunden, der am Ende zur Zusammenarbeit aller Beteiligten bei der Umsetzung der gemeinsamen Ziele führt. Der nachstehend beschriebene Ablauf wird von dem Planungsteam präzisiert und ggf. angepaßt.:

1. Rückblick in die Vergangenheit: Wo kommen wir her?

Gemeinsam werden wesentliche Ereignisse, Meilensteine und Höhepunkte der Vergangenheit von der Gemeinde aufgelistet, wichtige Entwicklungen herausgearbeitet und Schlußfolgerungen für die Zukunft gezogen.

Dieser Arbeitsschritt dient einerseits dem "Warm-werden" der Teilnehmer mit der Konferenz und legt gleichzeitig die Basis für das Erkunden der Zukunft.

2. Untersuchung des Umfelds: Welche Trends, Entwicklungen und Ereignisse werden unsere Zukunft prägen?

Hier schaffen die Teilnehmer ein Szenario künftiger Entwicklungen, das weit
umfassender ist als alles, was ein einzelner leisten könnte. Alle lernen von allen.

Zu den wichtigsten externen Entwicklungen / Ereignissen werden von Gruppen die Konsequenzen erarbeitet, die sich für die Gemeinde ergeben.

3. Betrachtung der Gegenwart: Worauf sind wir stolz, was bedauern wir?

Während dieses Arbeitsschrittes sitzen die Teilnehmer in der Regel in ihren
"Heimatgruppen". Jede dieser Interessengruppen artikuliert aus ihrer Sicht, wo sie heute Stärken und Defizite bei sich selbst sieht. Dadurch lernen alle Teilnehmer viel über die Sicht der jeweils anderen, machen sich gemeinsame Werte bewußt und beginnen, für die Defizite der Gemeinde Verantwortung zu übernehmen.

4. Entwicklung der Vision: Was wollen wir gemeinsam erschaffen?

Hier wird - wieder in gemischten Gruppen - mit kreativen Darstellungsformen (Sketchen, Bildern, Modellen etc.) gearbeitet, um lebendige und stimulierende Zukunftsbilder (Visionen) für die Gemeinde zu entwickeln. Das Erarbeiten und Präsentieren der Zukunftsentwürfe macht den Beteiligten viel Spaß. Die Präsentation der Visionen ist ein Höhepunkt der Konferenz.

5. Herausschälen des Konsens: Welche Ziele werden von allen getragen?

Erfahrungsgemäß stellt sich eine große Deckungsgleichheit der präsentierten
Zukunftsbilder heraus. Diese Übereinstimmungen werden gemeinsam
herausgearbeitet. Verbleibende Differenzen werden ebenfalls festgehalten.

6. Ableitung von Maßnahmen: Was sollten wir jetzt tun?

In diesem letzten Schritt wird erarbeitet, was konkret getan werden soll. Ob das in ressortübergreifenden Freiwilligengruppen, in Heimatgruppen / Interessen-gruppen oder nacheinander in beiden Gruppierungen geschieht, wird vom Planungsteam festgelegt.
Die geplanten Maßnahmen werden im Plenum vorgestellt.






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