Ergebnisse der Zukunftskonferenz



Auswertung der Zukunftskonferenz 5. und 6.11.2004
„Wir bleiben hier – unsere Zukunft im Ilm-Kreis“


Zwei Tage intensiver, kreativer und lustiger Zusammenarbeit liegen hinter 39 Teilnehmern der Zukunftskonferenz auf dem NaturErlebnisHof Hausen (Wipfratal).Landrat Dr. Senglaub hielt als Schirmherr der Veranstaltung die Eröffnungsrede und gab den Teilnehmern zahlreiche Fakten und Daten des Ilm-Kreises mit auf den Weg.

Unter der Moderation von Reinhard Frommann, DUOCONSULT Berlin und Katharina König, Lernende Region Ilm-Kreis wurde gemeinsam in Themenkreisen überlegt, wohin uns die Geschichte des Ilm-Kreises bisher gebracht hat, worauf wir stolz sind und was wir bedauern. Die Betrachtungen der Entwicklungen wie auch später die Visionen im Ilm-Kreis sind von hoher Fachkompetenz getragen, denn die Teilnehmer kamen aus strukturellen Zusammenhängen der Verwaltung, Wirtschaft, Politik, Kultur und Bildung, Bürgerschaftliches Engagement und Bewohnerschaft des Ilm-Kreises.

Am Abend des ersten Tages las der Thüringer Autor Landolf Scherzer aus seinem noch unveröffentlichtem Bericht „Grenzgänger“ – sehr zur Freude der Zuhörer.

Mit ungewöhnlichen Darstellungen brachten dieTeilnehmer am zweiten Tag dann fünf Visionen für das Jahr 2014 für den Ilm-Kreis zur Aufführung: Die erste Gruppe spielte eine Schulklasse mit Lehrer im Jahr 2014. Die „Schüler“ erzählten dann, was sie von ihren Eltern und dem Lehrer gehört hatten, warum ab dem Jahr 2004 Reformen im Kreis stattgefunden hatten und was sie verändert haben. Die zweite Gruppe bekam „Besuch“ von einemTouristen aus Microtopien. Dieser Mann hatte im Internet gelesen, wie lohnenswert ein Besuch des Ilm-Kreises ist und ließ sich von Vertretern der Bereiche Wirtschaft, Soziales, Ökologie, Bildung von dem Leben in Städten und Dörfern berichten. Die Vertreter erklärten das Besondere, nämlich dieVeränderungen, die nach einer Zukunftskonferenz in Hausen, damals vor zehn Jahren von statten gingen und jetzt den Ilm-Kreis lebenswerter machen. In Gruppe drei wurde ein Gruppen-Personalgespräch einer fiktiven regionalen Marketingfirma geführt. Zwei Angestellte erhielten einen Folgevertrag, weil sie faktenreich darstellen konnten, welche positiven Veränderungen von 2004 bis 2014 sich im Kreis vollzogen haben. Einer Fernsehsendung konnten die Teilnehmer durch die Gruppe vier beiwohnen: Ein Fernsehmoderator interviewte die Runde zum Thema der Waldhütten und der Akademie für Lebensbildung. Hier waren Visionen schon ziemlich greifbar und benannt – und: sie finden sich in den Aktionsplänen wieder.Die fünfte Gruppe spielte eine Bürgerberatungsstelle, welche durch eine Unternehmerin aufgesucht wurde, welche mit ihrer modernen Fabrik in den Ilm-Kreis ziehen will. Für alle Belange bekam die Frau Auskunft: zur Wirtschaftslage, den Arbeitskräften und ihrer Weiterbildungsmöglichkeiten, Arbeitsmöglichkeiten für ihren Mann, Unterbringung und Betreuung von Kindern und der kranken Großmutter. Schließlich wurde es postmodern: Eine Radiosendung mit bewegten Bildern des Rundfunksprechers erläuterte die politische Lage in Thüringen.
Dieser Teil der Zukunftskonferenz machte allen Beteiligten sichtlich Spaß und aus der kreativen Phase konnten dann im Plenum die am häufigsten genannten Visionen weiter verarbeitet werden. Gemeinsam entwickelten die Teilnehmer vier Arbeitsgruppen, die im Laufe der nächsten Monate weiter an den gewählten Themen arbeiten werden:



(1) Gruppe: Verwaltungsreform

Verwaltung als Dienstleistung und Bürger/-innen alsPartner; Parteienunabhängige Sachentscheidungen, stärkeres Engagement derBewohner/-innen und bessere Identifikation mit der Region, Sozialtranfer gegen Leistungen und eine entwickelte Streitkultur sind Schritte in diese Richtung

(2) Gruppe: Bildungsreform

Kindergärten und Grundschulen sollen eher inKontakt miteinander treten können, um den Kindern einen leichteren Übergang zu ermöglichen; ebenso der Übergang von Schule zu Berufsausbildung; weitere Themen hier: Erwachsenenbildung und Lebenslanges Lernen, neue Wohn- und Lebensmodelle, bessere Vernetzung bereits vorhandener Aktivitäten

(3) Gruppe: Akademie für Lebensbildung

Ganzheitlicher Bildungszugang für Jeden: Erlebnis Leben, bewusste Einfachheit, Ökologische Produkte, Waldhütten mitInselstromanlagen, Technik im Dienste der Natur, Kunst als Mittel zur Ursprünglichkeit

(4) Gruppe: Wirtschaft und Tourismus

Erstellen eines schlüssigen Gesamtkonzepts für den Ilm-Kreis, eine Tourismuskonferenz ausrichten, Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe, Entwicklung innovativer Produkte durch Forschung und Entwicklung

Diese Gruppen werden sich zum Teil noch im November das erste Mal zu ihrer Thematik treffen und besprechen, welche Projekte sie auf den Weg bringen wollen und wie ein Weiterarbeiten organisiert werden kann.

Alle verließen angespornt und mit einem guten Gefühl am Samstag den wunderschönen Tagungsort in Hausen. Das Trübsalblasen über die „Großwetterlage“ hat einem Tatendrang Platz gemacht, der mit der Energie der Einzelnen und der Gruppe lange anhalten und Bewegung die Zukunftsentwicklung des Ilm-Kreises bringen wird.

Weitere Informationen:

Lernende Region Ilm-Kreis, Katharina König

Tel.: 0 36 77 - 69 17 09, Fax: 0 36 77 – 69 15 69,
www.lernregion.net

katharina.koenig@lernregion.net




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